Geraldine MacGowan Band


Irish Ways Tour


Dass ein Lied die Zeit anhalten und dem Zuhörer ein winziges Stück Ewigkeit schenken kann, wird gerne als ein kleines Wunder empfunden. Geraldine MacGowan kann diesen wundersamen Augenblick auf ein ganzes Konzert ausdehnen. Ihre Stimme und ihre Auswahl an "Timeless Irish Songs" machen genau die Mischung aus, die uns Zeit und Raum vergessen läßt. Hat das vielleicht damit zu tun, daß Geraldine aus Irland stammt? Denn als der Herr die Zeit erfand, hat er bekanntlich den Iren davon eine besonders große Portion gegeben. Auf der "Irish Ways Tour" nimmt Geraldine ihr Publikum auf eine Zeitreise der musikalischen Art mit. Sie führt es an genau die interessanten Stellen, wo es zwischen gestern und heute knistert. Im Repertoire finden sich neben Traditionals auch Lieder von zeitgenössischen Songwritern.

Geraldine MacGowan hat sich ein Leben lang nicht um Trends und Moden gekümmert. "In" und "Out" sind für sie keine Kriterien. Sie ist einfach sie selbst geblieben und das seit 25 Jahren musikalischer Karriere. Angefangen hat alles in den 70er Jahren mit der legendären Gruppe OISIN, deren Frontfrau sie zehn Jahre lang war und mit der sie sechs Alben eingespielt sowie weltweit über 1000 Konzerte gegeben hat. Dabei hat sie mit Größen wie Paul Brady, Davy Spillane, Steve Cooney, Paddy Glackin und Anne Conroy zusammengearbeitet.

Nach OISIN legte Geraldine eine längere musikalische Pause ein und kehrte wie Phönix aus der Asche mit vier Solo-Alben ins Rampenlicht zurück. Für "Reconciliation", "´til the morning comes", "Timeless" und "Somewhere Along The Road" bekam sie weltweit überschwengliche Kritiken. Angesagte Musiker wie Michael McGoldrick von Capercaillie oder Kai Wingenfelder von Fury in the Slaughterhouse wirkten dabei als Studiomusiker mit. "´til the morning comes" wurde von dem englischen Weltmusik Magazin "Folkroots" zu einer der besten zehn irischen Produktionen des Jahres ´97 nominiert. Das deutsche Weltmusikblatt "Folker" widmete Geraldine ´97 die Titelstory, während die Bibel des Irish Folk, das "Irish Music Magazine", sie in den Jahren ´98 und ´99 mit ausführlichen Features würdigte. Und vom größten irischen Musikmagazin "HOT PRESS" wurde das neue Album "Timeless" unter die zehn besten trad CD des Jahres ´99 gewählt. Und das auf Nr. 4! Lufthansa hat das Album im Januar und Februar 2000 ins Bordnetz für alle Überseeflüge genommen und bei den Irish Music Awards wurde sie neben Mary Black und Niamh Parsons in der Kategorie "best female folk" nominiert.

Bis zum Herbst 2002 legte Geraldine eine Auszeit ein. Sie verkaufte in aller Ruhe ihren legendären "MacGowan's Irish Pub" in Hannover, der von Sunday World und Guinness zum "Irish Pub of the year" gekürt wurde und zehn Jahre lang Pilgerstätte für Irish Folk Begeisterte und Treffpunkt der creme de la creme der irischen Musiker war. In dieser Kunstpause wurde sie Großmutter und kümmerte sich bis zum Herbst 2002 ausgiebig um ihre Tochter und Enkelin.

Das Comeback im Oktober 2002 konnte nicht eindrucksvoller sein. Geraldine nahm in einer neuen und verjüngten Besetzung am Irish Folk Festival teil und begeisterte nachhaltig an die 30.000 Zuschauer in D, CH und F. Mit "young" Shane McGowan an der Gitarre und Eamonn de Barra an Flute und Klavier hat sie zwei der heißesten Rookies an ihrer Seite, die Irland zu bieten hat. Eamonn de Barra gewann den Wettbewerb des Irish Music Magazines und darf sich seitdem mit dem Titel des "young trad musician of the year" schmücken. Sein Flötenspiel ist einfach virtuos, sein Klavierstil innovativ und seine Stimme ist für Harmonyvocals eigentlich fast zu Schade. Eamonn ist Mitglied der jungen Gruppe SLIDE, die aktuell in Irland zu den Überfliegern gezählt werden, wovon die Zuschauer des Irish Folk Festivals sich im Herbst 2002 überzeugen konnten.

Der Zusatz "young" Shane McGowan soll für Klarheit sorgen, daß Geraldine sich nicht mit dem Frontman der berühmt-berüchtigten Pogues zusammengetan hat. Shane ist ein "Sligo man" und lernte zunächst von seinem Vater "Flute". Dass er zunächst als Melodiespieler aktiv war, hat auf seine Entwicklung als Begleitmusiker einen positiven Einfluß gehabt. Er weiß ganz genau, wie der Fluß eines Jigs und Reels verläuft, welche Betonungen in der Melodie zentral sind und in welcher Tonart sie gesetzt ist. Auch ist er in der Lage, alle Tunes auf der Gitarre zu picken, was als die Krönung des irischen Gitarrenstils gilt.

Last but not least gehört zur Geraldine MacGowan Band Brian O'Connor, der schon zu OISIN Zeiten an Geraldine's Seite war. Brian gehört zu den virtuosesten und kreativsten Künstlern, die die irische Musikszene hervorgebracht hat. Seine Spielweise hat einen hohen Wiedererkennungswert. Was macht Brian's Stil so einmalig? Die Mehrheit der irischen Whistle- und Flutespieler verziert die Töne mit den Fingern. Brian setzt ungewöhnlich oft seine Zunge und Atmung ein, um Verzierungen zu gestalten. Dieser Mix aus "Fingering" und "Tonguing" schafft einen exaltierten Staccato-Stil, der dem Zuhörer durch Mark und Bein schneidet. Zudem verfügt er über ein schier unerschöpfliches musikalische Vokabular, das er kreativ einsetzt, um die auf Wiederholungen aufgebaute irische Instrumentalmusik so abwechslungsreich und unterhaltsam wie möglich zu gestalten.

Wer in sich gehen, loslassen, alles um sich vergessen kann, der ist auf der "Irish Ways Tour" genau richtig am Platz. Um sich zeitlos zu fühlen, bedarf es keines besonderen Alters. Auf dieser Tour wird also Jung und Alt neben neuen Songs auch die alten Highlights genießen können. Und wenn Geraldine zwischendurch mal ihre Stimme ausruhen lässt, wird ein Feuerwerk aus irischen Instrumentals abgefeuert. Diese Tournee sollten sich die Fans irischer Folkmusik oder die, die es werden wollen, nicht entgehen lassen.



Discographie:

MMR CD 1003 "Reconciliation"
MMR CD 1007 "´til the morning comes"
MMR CD 1029 "Timeless"
Neue CD: "Somewhere Along The Road"


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